„How to do things with words“

John L. Austin – 2018
John L. Austin war ein britischer Sprachphilosoph und einer der führenden Vertreter der sogenannten Alltags­sprachenphilosophie. Am bekanntesten ist er vermutlich für die Entwicklung der Sprechakttheorie. Austin wies darauf hin, dass wir Sprache nicht nur verwenden, um Dinge auszusagen, sondern auch, um Dinge zu tun – dass also eine Äußerung wie „Ich verspreche, dies oder das zu tun“ besser als eine Handlung zu verstehen ist – nämlich als das Geben eines Versprechens – und nicht bloß als eine Aussage über etwas.

Daher auch der Titel eines seiner bekanntesten Werke: How to Do Things with Words („Zur Theorie der Sprechakte“). Mit seiner Sprechakttheorie stellt Austin eine bedeutende Herausforderung für die traditionelle Sprachphilosophie dar – weit über die bloße Beschreibung einer bestimmten Klasse von Satzformen hinaus, die genau das tun, was sie benennen. Letztlich legt Austins Arbeit nahe, dass jede Rede und jede sprachliche Äußerung eine Form des Handelns mit Worten und Zeichen ist – und stellt damit eine Metaphysik der Sprache in Frage, die die benennende, propositionale Aussage als das Wesen von Sprache und Bedeutung ansieht.